Zum inzwischen 14. Jahresempfang lud die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG in die Limburger Stadthalle ein. Vorstandsvorsitzender Matthias Berkessel und Vorstandsmitglied Marc Barber gaben den über 400 geladenen Gästen einen Einblick in die Entwicklung der Bank, ihr Geschäftsgebiet sowie in zentrale Themen rund um Menschen und Kommunikation. Gleich zu Beginn stellte Berkessel klar, dass er bewusst nicht über Krisen, Zahlen, Zinsen oder Bürokratie sprechen wolle.
Marc Barber erläuterte, dass die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG mit mehr als 400 Mitarbeitenden in 21 Geschäftsstellen für über 37.000 Mitglieder sowie viele weitere Tausend Kundinnen und Kunden da ist. Zudem engagiert sich die Bank stark in der Region und fördert jährlich mit über 200.000 Euro Vereine und Institutionen.
Matthias Berkessel betonte, dass die Bank keinen spürbaren Abbau von Geschäftsstellen plane. Im Gegenteil: Es werde gezielt investiert, um Standorte und Arbeitswelten an die sich wandelnden Anforderungen der Kundinnen und Kunden anzupassen.
Vorstandsmitglied Barber verwies auf die vielfältigen Kommunikations- und Servicekanäle der Bank. Dazu zählen das seit Jahren etablierte KundenServiceCenter sowie das KundenBeratungsCenter, in dem Beratungsleistungen sowohl digital als auch persönlich angeboten werden. Darüber hinaus stellte er die PrivatBank vor, in der Kundinnen und Kunden von hochqualifizierten Expertinnen und Experten zu Vermögensanlage, Vorsorge und Generationenmanagement beraten werden.
Abschließend wies Berkessel auf die starke Präsenz der Volksbank in den sozialen Medien hin und lud dazu ein, der Bank auf Instagram und Facebook zu folgen.
Nach diesem kurzweiligen Einblick in die Arbeit der Volksbank freuten sich die Gäste auf den Gastredner des Abends, den Hauptmoderator des heute-journals, Christian Sievers. In seinem Vortrag sprach Sievers über „Geschichten aus der Welt hinter den Nachrichten“. Er schilderte die Dilemmata und die große Verantwortung des Journalismus, der komplexes Weltgeschehen in kurze, verständliche Beiträge übersetzen muss — häufig mit dem Risiko, wichtige Nuancen zu verlieren. Dabei machte er deutlich, dass es selten nur eine eindeutige Wahrheit gibt und dass guter Journalismus den Mut erfordert, Irritationen zuzulassen und vielschichtige Realitäten auszuhalten.
Mit viel Humor beschrieb Sievers auch seinen Arbeitsplatz, die sogenannte „Grüne Hölle“ – wie das Studio beim ZDF genannt wird. Lediglich der Tisch sei real, alles andere werde virtuell erzeugt. Auf die häufige Frage von Zuschauerinnen und Zuschauern, ob sein Arbeitstag tatsächlich nur aus den 30 Minuten Sendezeit des heute-journals bestehe, erklärte Sievers, dass der Großteil der Arbeit in der Vorbereitung einer Sendung liege. Der Tag sei geprägt von Konferenzen und intensiven Diskussionen über die aktuelle Nachrichtenlage und das Weltgeschehen.
Auch auf Fragen aus dem Publikum ging Sievers offen, unterhaltsam und nahbar ein. Zum Abschluss lüftete er noch ein kleines Geheimnis: Immer wieder werde er gefragt, worüber sich die Moderatorinnen und Moderatoren während des musikalischen Abspanns am Ende des heute-journals unterhalten. Die Antwort sei meist banaler als vermutet — etwa darüber, ob es draußen glatt ist und man gut nach Hause kommt oder wie der erste Beitrag der Sendung beim Publikum angekommen sein könnte.
Der Vortrag war eine gelungene Mischung aus Bericht, Reflexion und Hintergrundstory. Er richtete sich nicht nur an Medieninteressierte, sondern an alle, die verstehen möchten, wie Nachrichten entstehen und warum sie mitunter unvollständig oder widersprüchlich erscheinen. Mit seinen Erfahrungen ermutigte Christian Sievers die Gäste der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG, hinter die Schlagzeilen zu blicken und die Mehrdeutigkeit der Welt ernst zu nehmen.