Mund auf – Stäbchen rein

Typisierungsaktion am Johannes-Gymnasium unterstützt

Alle 16 Minuten erkrankt ein Mensch in Deutschland an Blutkrebs. Weil aber jeder das Mittel gegen Leukämie in sich trägt, werden fieberhaft Stammzellenspender gesucht. Während früher für eine Typisierung die Blutentnahme nötig war, geht's heute einfacher: „Es reicht ein Abstrich – Mund auf, Stäbchen rein, fertig“, berichtete Elisa Schmidt bei ihrem Besuch am Johannes-Gymnasium. Die junge Frau ist vom Kölner Büro der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die in der Schule eine Typisierungsaktion durchführte.

Die Aktion am „Johnny“ fand zum dritten Mal im Johnny statt. „Wir wollen jedem Oberstufenschüler einmal die Möglichkeit geben, sich typisieren zu lassen“, erklärt Schulleiter Rudolf Loch. 

„Solche Informations- und Typisierungsaktionen machen wir fast täglich deutschlandweit“, so Elisa Schmidt. Auf diese Weise wolle man die Schüler für ein Thema sensibilisieren, mit dem sie nach der Schulzeit meist nur noch dann in Berührung kommen, wenn jemand im Umfeld oder man selbst erkranke. 80 Schülerinnen und Schüler haben sich typisieren lassen.

Typisierungsaktion am Johannes-Gymnasium

Ganz günstig sind Typisierungen übrigens nicht, 50 Euro pro Person werden fällig. Schülern ermöglicht die DKMS die Typisierung zwar kostenfrei, grundsätzlich ist die Gesellschaft aber auf Spenden angewiesen. Insofern waren Elisa Schmidt und auch Schulleiter Loch froh, dass Günter Groß, Bereichsleiter Vertriebssteuerung, Digitalisierung & Marketing der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG, einen Spendenscheck über 1.000 Euro mitgebracht hatte. „Wir versuchen, lokale ehrenamtliche Projekte zu unterstützen, gerade wenn sie so wichtig wie in diesem Fall sind“, erklärte Groß.